Bewegen und bewegt werden!

Partnerschaftlich Kirche sein - die Zeit zum Handeln ist jetzt!

Die Zeit zu handeln ist jetzt!

Wir Frauen sind Kirche und gehen unseren Weg als Kirche. Der Aufbruch durch das II. Vaticanum beflügeln uns: Wir wollen für Frauen eine gleichberechtigte Teilhabe in unserer Kirche, deren Sturkturen bis heute patriarchalisch geprägt sind.

Die wissenschaftliche Begründung unserer Forderungen gehört bleibend zu unserem Profil. Es ist unser Ziel, Frauen beim Erwerb theologischer Kompetenz zu unterstützen und sie in ihrer Glaubensreflexion zu begleiten.

Mit der Wahl und Fortbildung geistlicher Beirätinnen, mit dem Hohenheimer Theologinnentreffen, mit dem Tag der Diakonin, mit dem Magdalenen-Tag, mit dem Bundesgebet und mit Feiern von Frauenliturgien sind neue Erfahrungsfelder weiblicher Spiritualität erschlossen worden.

Gemeinsam mit dem Deutschen Evangelischen Frauenbund bauen wir tragfähige Brücken der Ökumene.

Interreligiöser Dialog und interkulturelle Begegnungen sind unverzichtbarer Bestandteil unserer Bildungsarbeit.

Ausgewählte Stellungnahmen des Bundesverbandes

Frauenverbände erinnern an die Osnabrücker Thesen

Köln, 10.12.2018 - Am 9. Dezember jährte sich die Verabschiedung der sieben „Osnabrücker Thesen“, die das Ergebnis des Kongresses „Frauen in kirchlichen Ämtern. Reformbewegungen in der Ökumene“ vom 6.-9. Dezember 2017 in Osnabrück waren. Die Thesen stellen fest, dass sichtbare Fortschritte in der Ökumene nur zu erreichen sind, wenn Frauen in den einzelnen Kirchen Zugang zu allen kirchlichen Ämtern erhalten. Deshalb sind Verantwortliche in den Kirchen gefordert, die spezifischen Ämter und Dienste für Frauen zu öffnen und sie entsprechend den heutigen Anforderungen an die kirchliche Sendung weiter zu entwickeln.

„Die Zeit für entschlossenes Handeln ist jetzt!“

Köln, 22.10.2018 – Die Bundesdelegiertenversammlung des Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V. (KDFB) mahnt aufgrund der Missbrauchsfälle an Kindern und Jugendlichen durch katholische Priester und Ordensleute Reformen in der Kirche an. „Es ist notwendig, durch konsequentes Handeln dem enormen Vertrauensverlust in der katholischen Kirche entgegenzuwirken und endlich Wege der Veränderung und des Neuanfangs zu gehen“, erklärt KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth.

Stellung der Frau in der Kirche

Der Ausschluss der Frau ist Sünde! KDFB gegen den "Männer-Kirchenstaat"

Ein Interview mit Dorothee Sandherr-Klemp (Geistliche Beirätin im Katholischen Deutschen Frauenbund); veröffentlicht auf domradio.de am 24.10.2018


Frauen in kirchlichen Ämtern - Reformbewegungen in der Ökumene

Vom 6. bis 9. Dezember 2017 fand in Osnabrück ein wissenschaftlicher Kongress in ökumenischer Kooperation von Institutionen für Theologie der Universitäten Osnabrück, Oldenburg und Münster sowie von römisch-katholischen und evangelischen Verbänden und Einrichtungen zum Thema "Frauen in kirchen Ämtern" statt. Mit der Mehrheit der Stimmen von mehr als 120 teilnehmenden Persönlichkeiten aus der multilateralen Ökumene und dem In- und Ausland wurden nach Vorträgen, Gesprächen und intensiven Beratungen folgende Thesen verabschiedet:

  1. Das erklärte Ziel der ökumenischen Bewegung, die sichtbare Einheit der Kirchen, ist nicht zu erreichen ohne eine Verständigung über die Präsenz von Frauen in allen kirchlichen Ämtern.
  2. Frauen in kirchlichen Ämtern verändern das Fremd- und das Selbstbild jeder Glaubensgemeinschaft tiefgreifend.
  3. Nicht der Zugang von Frauen zu den kirchlichen Diensten und Ämtern ist begründungspflichtig, sondern deren Ausschluss.
  4. Die Diskussion darüber, ob Gott eine unveränderliche Anweisung gegeben habe, wie oder durch wen Gott durch das kirchliche Amt bezeugt werden soll, kann und muss offen bleiben.
  5. Die Unterscheidung von spezifischen Diensten innerhalb des einen (sakramentalen) Amtes (Episkopat, Presbyterat und Diakonat) hat sich geschichtlich entwickelt und kann in ökumenischer Perspektive weiterentwickelt werden. Alle Dienstformen sollen für Frauen geöffnet werden. Dabei ist darauf zu achten, dass keine geschlechtsspezifische Festlegung erfolgt.
  6. Die kritischen Anfragen an die kirchliche Lehrbildung im Hinblick auf den Ausschluss von Frauen von kirchlichen Diensten und Ämtern sind ein Erweis für die Bereitschaft von Frauen, ihre Berufung zum Dienst an der Verkündigung des Evangeliums in Wort und Tat wahrzunehmen.
  7. Der Geist Jesu Christi verpflichtet uns, uns mit den unterschiedlichen theologischen Überzeugungen in der Frage der kirchlichen Ämter stets mit Wertschätzung und versöhnungsbereit argumentativ im Miteinander zu befassen.

Buchtipp

Frauen in kirchlichen Ämtern. Reformbewegungen in der Ökumene

herausgegeben von: Margit Eckholt, Universität Osnabrück; Ulrike Link-Wieczorek, Universität Oldenburg; Dorothea Sattler, Universität Münster; Andrea Strübind, Universität Oldenburg

Der Band beleuchtet in ökumenischer Perspektive die Argumente für die Teilhabe von Frauen an allen kirchlichen Ämtern und Diensten, ohne die es keinen Weg zur sichtbaren Einheit der Kirchen geben wird. Besonders auch angesichts von Leidensgeschichten, die in der katholischen Kirche mit dem kategorischen Ausschluss von den ordinierten Ämtern gegeben ist, befasst der Band sich mit den vielfältigen Aspekten der Ämterfrage. Dabei werden bibeltheologische, traditionsgeschichtliche, soziologische und praktisch-theologische Fragen erörtert.

Die Publikation dokumentiert den ökumenischen Kongress, der 2017 in Osnabrück stattfand, sowie die vom Kongress verabschiedeten "Osnabrücker Thesen". Zudem dokumentiert er den Brief von Kardinal Luis Ladaria zur Frage der Frauenordination sowie die Stellungnahme von Dorothea Sattler.

Erscheinungstermin: Frühjahr 2019 im Herder Verlag

1. Auflage 2019

Gebunden

496 Seiten

ISBN: 978-3-451-38303-8

Bestellnummer: P383034

Preis: 30 €


Gabriele Zinkl über Frauen in der Kirche

Während die Frauen im Alten und Neuen Testament noch ganz wichtige Rollen übernahmen, verschwanden sie im Mittelalter größtenteils aus der gesellschaftlichen Wahrnehmung. Doch diese Zeiten sind vorbei. Das bringt die Vizepräsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes Gabriele Zinkl auf den Punkt und macht Frauen damit Mut. Kristina Apelt hat mir ihr gesprochen.

Am 09.01.2014 veröffentlicht von katholisch1tv