Unterstützung für den Kirchenstreik der Frauen in der Diözese Köln

von Manja Seelen

Unterstützung für den Kirchenstreik der Frauen

Köln, 25.03.2019 – Auf seiner Vorstandssitzung hat der Diözesanverband Köln eine Unterstützung der Aktion Maria 2.0 durch die Zweigvereine und Mitglieder des KDFB Diözesanverbandes in Köln befürwortet.

Zum Kirchenstreik unter dem Motto „Maria 2.0“ rufen Frauen der Münsteraner Heilig-Kreuz-Gemeinde auf. Sie protestieren damit gegen den Missbrauch und die Ausgrenzung von Frauen in der Amtskirche und fordern Veränderungen. Der Diözesanvorstand des KDFB Köln greift die Initiative nun auf und unterstützt sie.

Der Missbrauch und die sich darin äußernde Missachtung der Würde von Frauen und Kindern von kirchlichen Amtsträgern hat viele Frauen zu tiefst verstört und entsetzt. Seit Jahren setzt sich der Katholische Deutsche Frauenbund für eine partnerschaftliche Kirche ein. „Jetzt ist die Zeit zu handeln“, so Rotraut Röver-Barth, Diözesanvorsitzende des KDFB Köln. „Frauen müssen jetzt starke Zeichen setzen, dass es ein Weiter-so in der Kirche nicht geben darf.“

Der Diözesanvorstand des KDFB lädt daher alle Katholikinnen und Katholiken der Diözese Köln dazu ein, vom 11.-18. Mai 2019 öffentlichkeitswirksam für eine schonungslose Aufklärung des Missbrauchs und eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in der Kirche einzutreten. Dies kann durch einen Kirchenstreik geschehen, indem Frauen ihre Tätigkeiten bewusst ruhen lassen und damit deutlich machen, wie viel kirchliche Arbeit im Normalfall ganz selbstverständlich von Frauen getragen wird. Darüber hinaus sind Frauen aufgerufen, im Aktionszeitraum vor den Kirchentüren zu bleiben und dadurch zu zeigen, dass sie von den Ämtern und damit von vielen kirchlichen Entscheidungsprozessen immer noch ausgeschlossen sind.

Am 11.05.2019 organisiert der KDFB einen gemeinsamen Marsch von Frauen.

Um 16:15 Uhr versammeln sich die Frauen mit weißen Schals vor den Toren von St. Kunibert zu einem theologischen Impuls für ihr Anliegen. Anschließend wandern sie gemeinsam durch die Straßen Kölns zum Roeckerath Platz vor St. Agnes. Dort findet ein Wortgottesdienst mit Predigt  einer Theologin des Diözesanverbands der KDFB statt. An der Gestaltung wirken Mitarbeiterinnen des Gottesdienstteams von St. Agnes und Frauen der Kfd mit. Unser Erkennungszeichen ist der weiße Schal – er steht für Unschuld, Trauer und Mitgefühl mit den Opfern der Verbrechen und für die Hoffnung, dass die amtliche Kirche endlich ein Einsehen hat und sich bewegt.

Rotraut Röver-Barth, Diözesanvorsitzende des KDFB in Köln

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