Angesichts der Coronapandemie neue Formen der Solidarität gefragt

von Manja Seelen

Forderungen nach kirchlichen Reformen weiterhin aktuell

Angesichts der Coronapandemie neue Formen der Solidarität gefragt
Forderungen nach kirchlichen Reformen aber weiter aktuell

Köln, 28.03.2020 Am Weltfrauentag haben wir noch mit 700 Frauen und Männern auf dem Roncalliplatz neben dem Kölner Dom für Reformen in der katholischen Kirche demonstriert.

Es ging und geht um die Zulassung aller getauften und gefirmten Katholiken*innen zu allen Ämtern der Kirche, die Demokratisierung bestehender Kirchenstrukturen, die strafrechtliche Verfolgung von Tätern und Vertuschern sexualisierter Gewalt, die Aufhebung des Pflichtzölibats und die Ausrichtung der kirchlichen Sexualmoral an der Lebenswirklichkeit der Menschen.

Unter dem Motto „ Wir sind die Veränderung“ des Netzwerks Voices of Faith war es eine gemeinsame Aktion mit anderen Verbänden und Maria 2.0 Gruppen weltweit.

Der Sternmarsch unter der Trägerschaft des Diözeanverband des KDFB Köln ging von 4 verschiedenen Orten in Köln aus . Organisiert wurde er von Saskia Schmedding ( KDFB ) und der Maria 2.0 Gruppe , schon damals in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt, das keine Einwände gegen die Freiluftveranstaltung hatte.

Das war vor vier Wochen. Jetzt hat sich die Welt , auch die katholische, angesichts der Coronaepidemie ziemlich verändert.

Das Banner an der Agneskirche, vom KDFB gestiftet, wurde von den Organisatorinnen umgedreht und neu beschriftet mit  einem Zitat aus dem Lied der Bläck Fööss „ in unserem Veedel“:„ ... denn he hält m´r zosamme ejal wat och passeet“. Ein Trompeter blies das Lied von der Balustrade der Kirche.

Jetzt ist Solidarität und Engagement erst einmal anders angesagt, nämlich  mit allen, die betroffen und der Hilfe bedürftig sind. Der Bundesverband des KDFB hat dazu eine Seite unter Frauenbund hilft eingerichtet. Da sind noch Ideen und Angebote gefragt.

Was sich unterdessen nicht geändert hat,  ist die Aktualität unserer Forderungen nach einer Veränderung der katholischen Kirche und nach ernsthaften Konsequenzen.

Rotraut Röver-Barth für das Vorstandsteam des KDFB in der Diözese Köln

Zurück