Bewegen und bewegt werden in Köln!

Zweigverein Köln-Helfta

Den Namen gaben wir unserem Zweigverein (ZV) in Erinnerung an die Hl. Gertrud von Helfta (1256 – 1302), Zisterzienserin und eine der großen Mystikerinnen des Mittelalters. Nach ihr ist das Kölner Studentinnenwohnheim „Helfta-Kolleg“, eine Gründung des KDFB von 1957, benannt, weil Gertrud von Helfta sich vor allem für die Bildung von Frauen einsetzte. 1984 gründete sich der ZV in den Räumen des Helfta-Kollegs. Hier tagen wir bis heute regelmäßig.

Im Rahmen der Ziele und Aufgaben des KDFB-Bundesverbandes sehen wir Schwer­punkte unserer Verbandsarbeit in den Bereichen: Religion und Kirche, Gesellschaft und Politik, Literatur, Geschichte, Ethik, Soziales.

Konkret heißt das für uns:

  • Information und Auseinandersetzung zu aktuellen Fragen in Kirche und Gesell­schaft unter besonderer Berücksichtigung der Belange der Frau,
  • Orientierungsgespräche mit Fachleuten aus Kirche und Politik,
  • Stellungnahmen zu gegebenen Herausforderungen,
  • Engagement für soziale Projekte,
  • Mitgestaltung im religiösen Bereich bei Gottesdiensten oder Meditationen, wie bei­spielsweise beim Weltgebetstag, Tag der Diakonin, Fest der Maria Magdalena,
  • in ökumenischer Zusammenarbeit,
  • gemeinschaftsbildende Veranstaltungen durch Studienfahrten und Besichti­gungen,
  • gemeinsame Feste und Feiern zu besonderen Anlässen.

Wir tagen einmal monatlich (Jour fix, zweiter Montag im Monat, 17:00 Uhr).

Zusätzliche Einzelveranstaltungen s. Halbjahresprogramm.

Unser ZV hat 29 Mitglieder (Stand: 01.02.2019).

Resi König
Vorsitzende des ZV Köln-Helfta

Aktivitäten zu Maria 2.0 und "Maria, schweige nicht!" in Köln

Viele Mitglieder des KDFB aus dem ZV Köln-Helfta und Einzelmitglieder im Diözesanverband haben aktiv die Streikwoche zu Maria 2.0 unterstützt und engagieren sich nun auch bei "Maria, schweige nicht!".

Deshalb möchten wir an dieser Stelle auf die anstehenden Aktionen zu Maria 2.0 und "Maria, schweige nicht!" in der Region Köln hinweisen.

Termine in Köln

Aktuell sind keine Termine vorhanden.

Vergangene Aktionen

Menschenkette am 22.09.2019 in Köln, Roncalliplatz

Ablauf

  1. Begrüßung durch Rotraut Röver-Barth, KDFB-Diözesanvorsitzende
  2. Warum mache ich bei Maria 2.0 mit? Fünf Frauen berichten.
  3. Annika Jülich, BDKJ-Diözesanvorsitzende
  4. Bildung der Menschenkette
  5. Appell an die Bischofskonferenz, Maria Mesrian, Theologin
  6. Gebet

    (Moderation: Mechthild Glunz)

Gebet

In der Kirche von morgen
gibt es kein OBEN und UNTEN
nicht Männer und Frauen
nur Menschen
die das Brot brechen und den Wein teilen
damit Gott wieder Mensch wird
in dieser Kirche
in dieser Welt.

Begrüßung von Rotraut Röver-Barth, Diözesanvorstand des Katholischen Deutschen Frauenbundes in Köln

Liebe Freundinnen und Freunde von Maria 2.0 !

Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer !

Ich begrüße euch/ Sie herzlich zu unserer Aktion „Menschenkette“! Ich freue mich über jede/en von euch, die gekommen ist!

„Hört endlich auf, die Kirche zu retten!“ rufen uns die einen zu, andere unterstellen uns, die Kirche zu spalten.

Die Spaltung ist leider schon da, weil sich in den letzten Jahren so viele Frauen und Männer aus der Kirche verabschiedet haben, sie besuchen die Gottesdienste nicht mehr oder sind ausgetreten, aber sie sind (zum Glück!) trotzdem weiter Christen.

Wir wollen, dass sich wieder alle in dieser Kirche zu Hause fühlen Deshalb möchten wir Perspektiven in der katholischen Kirche aufzeigen.

Vielen Menschen ist die katholische Kirche nämlich nicht glaubwürdig genug, deshalb fordern wir Reformen, die die verlorene Glaubwürdigkeit wieder herstellen können. Es geht um die Forderungen der Initiative Maria 2.0 der Frauen aus Heilig Kreuz in Münster:

  • Zugang von allen getauften und gefirmten Katholikinnen zu allen  Ämtern der Kirche
  • Demokratisierung bestehender Kirchenstrukturen
  • Strafrechtliche Verfolgung von Tätern und Vertuschern sexualisierter Gewalt
  • Aufhebung des Pflichtzölibats
  • Ausrichtung der Sexualmoral an der Lebenswirklichkeit der Menschen“

Wer sind wir?

Frauen und Männer aus St. Agnes in Köln und aus anderen Kölner Pfarreien, aber auch aus dem Umland , wie Brauweiler, Moizfeld und Dormagen  sowie aus Leverkusen, Düsseldorf, Aachen und Bonn, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen, die sich für die Gestaltung der Gottesdienste und soziale und caritative Aufgaben engagieren,  Mitglieder katholischer Verbände, wie des Katholischen Deutschen Frauenbundes KDFB, Frauen der kfd St. Agnes, des BDKJ,  der KAB und der Kolpingjugend,

also katholische Christen aus der Mitte der Kirche, denen die Zukunft der Kirche wichtig ist.

Das Bild von der Menschenkette steht symbolisch dafür: Wir wollen den Dom umarmen, weil wir im Glauben verwurzelt sind, die Kirche , auch diesen Dom hier, lieben und unser Herz für die frei und froh machende Botschaft Jesu schlägt.

Aber wir wollen nicht länger schweigend hinnehmen, dass der vielfältige Einsatz von Frauen in der Kirche gerne dankend in Anspruch genommen wird, sich an der Rolle der Frauen in der Kirche aber nichts ändert.

Wir wollen es nicht länger hinnehmen, dass Kirchen reihenweise geschlossen werden und Gottesdienste ausfallen, weil männliche Priester fehlen, Frauen als Predigerinnen und Leiterinnen von Gottesdiensten aber nicht zugelassen werden.

Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen,  stehen wir heute hier.

Grußwort Annika Jülich, Diözesanvorsitzende des BDKJ in Köln

Hallo, ich bin Annika und bin Diözesanvorsitzende des BDKJ hier in Köln. Wir als BDKJ und damit 50.000 junge Katholikinnen und Katholiken finden es toll, was Maria 2.0 in kurzer Zeit auf die Beine gestellt hat und stehen voll und ganz hinter euren Forderungen. Deshalb freue ich mich sehr heute hier zu sein. Das, was ich jetzt vorlese, hat, bis auf die letzte Frage, meine Kollegin vom Diözesanverband Aachen, Annette Jantzen geschrieben. Ihr Text hat mich aber so bewegt, dass ich das Rad einfach nicht neu erfinden wollte.

  1. Jesus habe nur Männer berufen, heißt es. Aber Jesus hat niemanden geweiht, und aus den verschiedenen Apostelkonzepten im Neuen Testament oder dem Zwölferkreis das heutige Priesteramt abzuleiten, ist theologisch dünnes Eis. Aber es gibt ja klare überlieferte Jesus-Worte. Warum halten wir uns nicht an das, was klar überliefert ist („Ihr sollt keinen Eid schwören, lasst euch nicht Vater nennen…“), halten uns dafür aber ganz genau an das, was nicht im Evangelium steht („du sollst keine Frauen weihen“)?
  2. Wenn aber nicht die Worte entscheidend sind, sondern Zeichen, und eben zählt, wen Jesus damals berufen hat: Warum können dann auch Männer geweiht werden, die nicht pälästinensische, verheiratete, aramäischsprechende Fischer oder Zöllner sind? Warum sollte dann ausgerechnet das Geschlecht so wichtig sein?
  3. Gott ist Mensch geworden. Mensch – unabhängig von Zugehörigkeiten. Deswegen ist das Handeln in Vertretung Christi Menschensache. Wenn man aufgrund der Hautfarbe Menschen von dieser Möglichkeit ausschließen würde, wäre man rassistisch. Wenn man Menschen aufgrund ihres Geschlechts von dieser Möglichkeit ausschließt, ist man dann katholisch? (Florin, 2017)
  4. Die Tür für die Frauenweihe sei endgültig zu, heißt es. Aber warum wird als unfehlbar behauptet, was so viele Gläubige nicht zu glauben bereit sind? Mit welchem Recht? (Und was wäre das überhaupt für ein Glaubensinhalt? „Ich glaube, dass Frauen nicht geweiht werden dürfen?“)
  5. Die Kirche sind nicht nur die Bischöfe. Es gibt den Glaubenssinn der Gläubigen, ein feines Ohr für Unstimmigkeiten, das schon oft rettend war, wenn die kirchliche Hierarchie in einer Krise war. Und das Hören in der Kirche muss wechselseitig sein. Wo bleibt das Hören der Kirchenleitung auf den Glaubenssinn der Gläubigen?
  6. Darf die Kirche den Berufungen von Frauen und verheirateten Männern im Weg stehen?
  7. Was wäre anders, wenn wir geschlechtergerecht Kirche wären? Eine Frage zum Träumen: Wären wir glaubwürdiger, hoffnungsfroher, menschlicher? Sollten wir das nicht ausprobieren?
  8. Jede und jeder hat eigene Antworten auf diese Fragen. Das ist in Ordnung. Aber ist es in Ordnung den Gläubigen nicht zuzuhören und in keinen respektvollen Diskurs zu treten? Ich finde, nein!

Annika Jülich

Frauen berichten: Warum bin ich bei Maria 2.0

Ich wünsche mir eine Kirche, in der Macht nicht dazu benutzt wird, Privilegien zu sichern und Unzulänglichkeiten zu vertuschen.

Ich wünsche mir eine Kirche, in der Macht dazu benutzt wird, Räume zu schaffen und zu sichern, in denen Menschen sich in ihren Unterschiedlichkeiten begegnen können und verstehen lernen, und auf diese Weise die Liebe Gottes spürbar wird.

Andrea Laska

Für mich spielt in den Aktionen, Gesprächen und Auseinandersetzungen, die ich mit der Initiative Maria 2.0. erlebe, MACHT eine sehr wichtige Rolle.

Macht, ein Begriff, der in vielen Zusammenhängen des Lebens, eine große Rolle spielt.

Macht haben, Macht bekommen, Macht ausüben, Macht gebrauchen, Macht missbrauchen.

Macht missbrauchen bedeutet:  Macht über Menschen auszuüben, ohne den Einzelnen, die Einzelne zu sehen,

Macht missbrauchen bedeutet: Macht über Menschen auszuüben, um sie klein zu machen und zu halten

Macht missbrauchen bedeutet: Macht über Menschen auszuüben und sie zu zerstören

Macht gebrauchen bedeutet: den anderen Menschen zu sehen, wahrzunehmen,

Macht gebrauchen bedeutet:  Verantwortung zu übernehmen.

Macht gebrauchen bedeutet:  Macht abzugeben und Verantwortung zu übertragen.

Ich wünsche mir, dass alle Menschen in der Kirche – und ich bin ein Teil dieser Kirche –, ihre Macht auf Augenhöhe, in Geschwisterlichkeit, in Freiheit,  im Dialog, in Frieden, in Verantwortung und in Liebe gebrauchen  und diejenigen zur Verantwortung ziehen, die ihre Macht ausnutzen und missbrauchen.

Friederike Cremer

Warum liegt uns Maria 2.0 am Herzen?

Man könnte meinen, junge Leute und Kirche, dass passt doch nicht mehr zusammen?!

Warum sind wir also hier?

Wir haben das Glück, in einer starken Kirchengemeinschaft aufgewachsen zu sein. Vor allem unsere große Messdienerschaft, die wir gemeinsam leiten, als erstes rein weibliches Team, hat uns stets den Kontakt zu Kirche bewahren lassen.

Dies hat uns nicht nur in unserem Glauben gestärkt, sondern uns auch Werte wie Nächstenliebe, Offenheit und Toleranz gelehrt.

Desto wichtiger ist es deshalb für uns junge Leute, besonders Frauen, den Wandel in der katholischen Kirche anzufeuern.

Nächstenliebe, Offenheit und Toleranz ist was wir mit unserem Glauben verbinden und was wir von Ehrenamtler*in bis Papst gelebt sehen wollen.

Damit wir diese Werte in unserer Kirche verwirklichen können, braucht es mehr als Worte, Taten müssen folgen überall auf der Welt!

Um Gleichberechtigung zu schaffen, fordern wir Frauen in allen Ämtern!

Um Toleranz zu schaffen, fordern wir die Anerkennung jeder Sexualität, damit unsere Kirche wieder ein Hafen für jeden Hilfesuchenden ist.

Nur so können wir erreichen, dass junge Leute die Kirche wieder als zeitgemäß betrachten und sie wieder in ihr Leben lassen.

Eine Kirche kann nicht auf alte Menschen setzten, der Nachwuchs ist worauf es in Zukunft ankommen wird. Und davon wird es nicht viel geben, wenn es so weiter geht wie jetzt!

Wandel ist worauf es jetzt ankommt.

Nächstenliebe, Offenheit und Toleranz müssen wieder in unserer Kirche gelebt werden.

Wieder, weil Jesus sie uns damals vorgelebt hat!

Paula Klar und Ines Plunien

WANDEL IST MÖGLICH: Kölner Appell an die Bischofskonferenz von Maria Mesrian, Theologin

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen, liebe Kölner! Ein besonderes Willkommen an unsere evangelischen Mitgeschwister und an alle, die hier sind und mit uns aufstehen!

Danke, dass Ihr alle hier seid! Ihr zeigt damit, dass Euch eine 2000 Jahre alte Botschaft wichtig ist. So wichtig, dass wir jetzt für sie aufstehen!

Ich habe 5 Kinder, vor denen ich die Kirche in ihrer gegenwärtigen Gestalt nicht mehr glaubwürdig vertreten kann. Das möchte ich ändern. Deshalb stehe ich hier! Ich bin überzeugte Christin und katholische Theologin. Für mich hat das Evangelium Lebenskraft. Und wenn ich eines mit Sicherheit sagen kann, dann dies: Das Leben ist Wandel. Jeden Tag verwandelt sich eine Nacht in einen neuen Morgen. Gott wird Mensch und traut dem Menschen Wandel zu und! er traut es seiner Kirche zu!  
Wieviele Wandlungen hat die Kirche auf ihrem Weg durch die Zeit erlebt!
Gott allein bleibt dabei derselbe. Seine Botschaft will immer wieder NEU erzählt werden. Die Botschaft der Liebe und Gerechtigkeit.

Der Moment ist da, sich zu erheben.
Maria 2.0 hat Frauen und Männern eine Stimme gegeben. Unser Aufbruch kommt aus dem Innersten der Kirche, aus ihrer Herzkammer. Von Menschen, denen wirklich noch etwas an dieser Kirche liegt: Weil ihnen die Botschaft Jesu heilig ist. Wir brauchen Kirche als Gemeinschaft, weil die Frohe Botschaft einen Raum braucht, in dem sie sich entfalten kann.
Aber: Dieser Raum kann nicht gefüllt sein von Enge und Ängsten gegenüber allem, was scheinbar anders ist, von Unbarmherzigkeit und Ausschluss, von Denk- und Diskussionsverboten.

Die Botschaft Jesu ist eine andere: Sie ist geprägt von Liebe, von großer innerer Freiheit und von Gerechtigkeit.

Wie viel Weite! Das Evangelium ist die Richtschnur, an der wir uns ausrichten:

Dann sind Frauen und Männer gleichberechtigt,  
dann sind Strukturen demokratisch und transparent und nicht monarchisch,
dann sind wir eine Mahlgemeinschaft,
dann sind Menschen egal welcher sexuellen Orientierung willkommen,
dann ist jede*r Mensch willkommen, der nach Gott fragt.

Das ist die Kirche für die ich stehe und die ich glaubwürdig vertreten kann.

  1. Ich kann keine Kirche mehr vertreten - auch gegenüber meinen eigenen Kindern:

in der Männer mehr Rechte als Frauen haben:
Frauen tragen das Evangelium seit 2000 Jahren weiter. Unterm Kreuz waren sie eindeutig in der Mehrzahl. Auch die Botschaft vom Auferstandenen wurde von einer Frau als Erste weitergegeben: Maria Magdalena, Apostolin der Apostel. Wir tragen den Glauben in den Familien weiter, wir sind die Stützpfeiler der Gemeinden.
Wir sind 600 Millionen Katholikinnen und wir fordern eine Stimme!

Die gegenwärtigen Strukturen haben systemisch den Missbrauch hervorgebracht. Deshalb darf es in der gegenwärtigen Situation keine Denk- und Diskussionsverbote geben. Deshalb muss die Erneuerung der Kirchen bei den Strukturen beginnen. Gleichberechtigung ist in der DNA des Evangeliums angelegt, nicht abgehobene Hierarchie und absolutistische Machtstrukturen. Die gibt es in totalitären Regimen. Die Kirche kann kein totalitäres Regime, WENN sie auf dem Boden des Evangeliums steht

Nächstenliebe ist die Hauptschlagader einer lebendigen Kirche Barmherzigkeit ihr Grundgesetz
Deshalb kann ich keine Kirche mehr glaubwürdig vertreten:
in der Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder wegen ihrer
Lebensführung gedemütigt und ausgeschlossen werden,

Jesus hat das Abendmahl mit seinen Jüngern gefeiert als Zeichen der Gemeinschaft. Ich kann keine Eucharistiefeier feiern, wenn wir Christen anderer Konfessionen von diesem gemeinsamen Mahl ausschließen.

Das ist Missbrauch von Macht und widerspricht fundamental der Lehre und Praxis Jesu:

Es gibt keine einzige Stelle im Evangelium, in der Jesus jemanden ausschließt oder abweist.

Mit welchem Recht tut dies seine Kirche?

Deshalb fordern wir:

Gleichberechtigung und Zugang zu allen Ämtern der Kirche für alle Getauften und Gefirmten
Demokratische synodale Strukturen
Gelebte Ökumene
die Abschaffung des Pflichtzölibats
III. Den deutschen Bischöfen, die morgen ihre Herbstvollversammlung beginnen, gebe ich mit auf den Weg:

Ich habe noch nie Kirche so lebendig gespürt wie in den letzten 6 Monaten. Frauen, Männer, Priester, Ordensfrauen & Männer, Theologen, Mitarbeiter im pastoralen Dienst, Menschen, die enttäuscht aus der Kirche ausgetreten zwischen 19 und 90 sagen zu mir: Mit Maria 2.0 kann ich endlich wieder stolz sein auf diese Kirche! Endlich bewegt sich etwas! Sie machen uns MUT!

Liebe Bischöfe! Maria 2.0 - das sind auch Ihre Mütter und ihre Schwestern.
Maria 2.0 - das sind Frauen, die fest im katholischen Glauben verwurzelt sind. Wir befinden uns nicht in einer Glaubenskrise. Das ist eine Kirchenkrise.

Liebe Bischöfe begreift, was hier passiert! Das ist ein neues Pfingsten für das Volk Gottes!

Darum ist unsere Botschaft an Sie, die deutschen Bischöfe:
Die Kirche in der gegenwärtigen Form hat sich überlebt.
Sie hat ihre Glaubwürdigkeit verspielt.
Kirche muss neu geboren werden.

Kirche wird sich wandeln - aber nur, wenn Frauen und Männer gleichberechtigt sind: Gleichberechtigung und Mitverantwortung sind kein Zeitgeist! Sie sind Gebot der Stunde, wenn Kirche lebendig erfahren werden will vor allem für unsere Kinder!

Liebe Bischöfe! Sie sind Söhne des 2. vatikanischen Konzils!

WOVOR HABEN SIE ANGST?
Ist das Evangelium nicht stark genug?
Die einzige Frage, die Sie leiten darf, ist:
Dient unsere Haltung der Verkündigung der Frohen Botschaft in dieser Zeit oder dient sie ihr nicht?!
Kirche muss sich zuerst selbst wieder in die Spur des Evangeliums bringen bevor sie die Welt evangelisiert.
Stehen Sie mutig und entschlossen für das auf, was Sie vom Evangelium verstanden haben! Aber! STEHEN SIE AUF!
Sie stehen in der heiligen Pflicht, sich aus ihrer Erstarrung zu lösen!
Kirchenreform ist Gotteszeugnis!
Wir werden im Gebet an Ihrer Seite sein und nicht aufgeben, bis diese Kirche das Gesicht hat, das dem Geist des Evangeliums entspricht!

Viele mögen sagen, diesen Wandel erleben wir nicht mehr. Denen entgegne ich: Die Mauer ist auch in einer Nacht gefallen.
wie im Psalmwort: Mit meinem Gott überspringe ich Mauern.
Auch die Mauern der Ignoranz , Engstirnigkeit und des Machtgehabes!

Kirche hat sich in 2000 Jahren immer verändert und sie wird sich auch jetzt verändern - auch in diesem Moment!

Auf allen Wegen, die wir in dieser für die Kirche bewegten Zeit gemeinsam beschreiten, so unterschiedlich unsere Positionen auch sein mögen, lasst uns mit offenem Herzen vorangehen und immer bedenken: Gott ist immer der Größere!

So schließe ich mit den Worten aus dem Johannesbrief: Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm!

Aktivitäten um den Tag der Apostelin Maria Magdalena 19.07 - 22.07.2019

(Foto: Georg Müller)

"Stella splendens" Konzert für Harfe
mit Texten von Hildegard von Bingen, Rose Ausländer, Bernhard von Clairvaux et al.
Solistin: Andrea Gerhardt, Toronto
Freitag, 19.07.2019, 20:00 Uhr in der Krypta von St. Agnes

Das Konzert war gut besucht und eine perfekte Einstimmung für das Wochenende und die Feier des Magdalenen-Tages.

Filmvorführung "Maria Magdalena" (2018, u.a. mit Rooney Mara, Joaquin Phoenix) mit anschließendem Gespräch
Samstag, 20.07.2019, 20:00 Uhr im
Pfarrzentrum Stormstrasse, Köln

Im Anschluß gab es noch viele interessannte Gespräche.

Workshops mit meditativem Kreistanz und Gesang
Sonntag, 21. Juli 2019, 15:00 - 18:30  Uhr, ab ca 17:00 Uhr mit LIve-Musik und Gesang (Andrea Gerhardt, Harfe) zum Mitsingen,
Pfarrsaal von St. Agnes, Stormstr.1, Köln
Infos: Annabel Ruth (KDFB), annabelruth@gmx.de

Die Workshops boten noch einmal einen ganz anderen Zugang zur Feier des Magdalenen-Tages. Hier wurden alle Sinne angesprochen.

(Foto: Georg Müller)

Wort-Gottes-Feier
Montag, 22. Juli 2019, 18:30 Uhr, Kirche St. Agnes, Köln
Unter Mitwirkung von Frauen aus dem Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) und der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd)
Musik für Querflöte und Orgel (Michael BAker: "Elegy", Denis Bedard: "Recit") und Querflöte solo (C. Debussy: "Syrinx")
Im Anschluss Agape (Zusammensein bei Wein und Brot)
Infos: Rotraut Röver-Barth (KDFB)

(Foto: Georg Müller)

Der Gottesdienst war mit ca 200 TeilnehmerInnen sehr gut besucht und alle waren von der offenen und einladenden Feier begeistert. Während des Gottesdienstes wurde die 13. Apostolin Maria Magdalena eine 13. Kerze angezündet.

Plakat zum Herunterladen

Aktivitäten in der Streikwoche vom 11. – 18. Mai 2019 vor St. Agnes in Köln

(Foto: Manja Seelen)

Täglich von 18.00 – 20.00 Uhr Streikposten vor der St.- Agnes-Kirche. Es besteht die Möglichkeit, mit Frauen (und Männern) über notwendige Reformen in der Kirche ins Gespräch zu kommen.

11. Mai 16.15 Uhr St. Kunibert, Geistlicher Impuls, anschließend Protestzug nach St. Agnes, 17.00 Uhr Wortgottesdienst, Roeckerath-Platz vor Sankt Agnes

  1. Mai: 12.00 – 15.00 Uhr Gespräche bei Kaffee und Kuchen
  2. Mai: 18.00 - 20.00 Uhr „Montagsdemo“
  3. Mai: 18.00 - 20.00 Uhr Wandzeitung
  4. Mai: 18.00 - 20.00 Uhr Gespräch am Feuer
  5. Mai: 18.00 - 20.00 Uhr Gespräch am Feuer
  6. Mai: 18.00 - 20.00 Uhr Singen vor Sankt Agnes
  7. Mai: 17.30 Uhr Abschlussveranstaltung

Wir bedanken uns für die rege Teilnahme und die viele Ermutigung!

Initiativkreis St. Agnes

Pressemitteilung des Diözesanverbandes

Handzettel mit dem Programm in der Streikwoche in Köln

 

Informationen zum Zweigverein Köln-Helfta

Kontakt

Resi König (Vorsitzende),  Markusstraße 123, 50968 Köln

Irmgard Thomé (Schriftführerin), Stettiner Str. 1, 50170 Kerpen

Ute Jacobs (Schatzmeisterin), Kämpchensweg 34, 50933 Köln

Martha Kölzer (Beisitzerin), Georg-Reiter-Str. 5, 50827 Köln

Ansprechpartnerin

für online-Anfrgen: Ute Jacobs Kontakt per mail

für alle übrigen Anfragen: Resi König

Informationen

Der ZV Köln-Helfta ist als  gemeinnützig anerkannt

Jahresbeitrag: 40 €

Programm: 1. Halbjahr 2019

Satzung des Zweigvereins Köln-Helfta

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Chronik: in Bearbeitung